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Anwenderbericht Schick

Margret Wesely

Autorin
26. Februar 2019

SCHICK GMBH - ARCHITEKTEN + INGENIEURE, KARLSRUHE

Neubau des Hallenbads „Aquafit“ und einer Sporthalle in Oberkochen

Schwimmbäder aus den 80er Jahren haben oft eine schlechte Bausubstanz. Das ist nicht neu, aber Norbert Kripaizew und Natalie Klöble vom Architekturbüro Schick aus Karlsruhe tun etwas dagegen. Gemeinsam mit ihren sieben Kolleginnen und Kollegen sanieren sie öffentliche Schwimmbäder – oder bauen sie neu. Die Karlsruher Architekten und Bauingenieure sind absolute Spezialisten auf diesem Gebiet und das bereits seit 1975. Mithilfe ihrer Planungen entstehen moderne, schöne Schwimmbäder, die den aktuellen technischen Standards entsprechen. Und weil viel Spezialwissen gefragt ist, betreuen sie ihre Bauvorhaben auch meist über alle HOAI-Leistungsphasen hinweg.

Projektinformationen

  • Projekte: Neubau des Hallenbads „Aquafit“ und einer Sporthalle in Oberkochen
  • Bauherren: Stadt Oberkochen, vertreten durch Bürgermeister Peter Traub, Eugen-Bolz-Platz 1, 73447 Oberkochen
  • Planungs- und Bauzeit: 3. Quartal 2018 bis 1. Quartal 2023
  • Leistungsphasen: 1 - 9
  • NF: Badeebene: 2.456 m2, Technikebene 2.365 m2
  • Architekten: Schick GmbH, Schillerstraße 33, 76135 Karlsruhe, www.schick-architektur.de

BIM im öffentlichen Schwimmbadbau

Für ihr aktuelles Projekt, einen Neubau in Oberkochen, testen Natalie Klöble und ihr Chef Norbert Kripaizew die BIM-Daten-Schnittstelle AVANTIconnect zwischen ihrer CAD-Software Revit® von Autodesk® und ihrer AVA-Software AVANTI von SOFTTECH.

Bisher haben sie die beiden Programme parallel ohne Schnittstelle genutzt. Die Frage ist nun: Lässt sich mit den digital übermittelten Bauteil-Informationen aus ihrer CAD ebenfalls eine sichere Kostenkalkulationen erstellen? „Wenn wir BIM bereits heute umsetzten, sind wir einigen Wettbewerbern einen Schritt voraus“, beschreibt Kripaizew seine Intention zu diesem Test. Das Sportzentrum in Oberkochen ähnelt im Teilbereich „Hallenbad mit Sauna“ anderen Projekten des Büros. Es ist damit als Pilot-Projekt gut geeignet.

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Urheber: Schick GmbH, Architekten + Ingenieure, Karlsruhe


Urheber: Schick GmbH, Architekten + Ingenieure, Karlsruhe

Lohnt eine Sanierung? — Eine grundlegende Frage für die Kommunen

Zu Beginn eines Schwimmbad-Projekts geht es meist darum, ob ein 30 oder 40 Jahre alter Bestandsbau erhalten werden kann. Die Bauherren, normalerweise sind es kommunale Bauträger, lassen dann von Betongutachtern das entsprechende Objekt untersuchen. „Häufig entscheiden sich unsere Auftraggeber nach dem Gutachten für einen Neubau statt für eine Sanierung“, erklärt Natalie Klöble.

„Hauptgrund dafür sind die meist stark angegriffene Betonbewehrungen, verursacht durch die chlorhaltige Atmosphäre und die zur Bauzeit übliche geringe Betonüberdeckung. Außerdem sind es neben der geschädigten Bausubstanz oft auch die veralteten Technikräume, die Sanitäranlagen und die gesamte Raumaufteilung, die einen Neubau rechtfertigen“, so Klöble. Das war auch beim bestehenden Schwimmbad in Oberkochen der Fall.

Zudem wünschten sich die Oberkochener ein modernes, kombiniertes Familienbad, das für verschiedene Altersgruppen etwas zu bieten hat. Vergleichbare Städte hatten damit bereits gute Erfahrungen gemacht: „In Schramberg beispielsweise ist der Besucherstrom auch drei Jahre nach Fertigstellung des neuen Bades nicht eingebrochen. Das Bad ist immer noch sehr attraktiv durch sein vielfältiges Angebot“, berichtet Norbert Kripaizew.

Ansicht Planschbecken in der geplanter Schwimmhalle Aquafit
 

Ansicht Planschbecken in der geplanter Schwimmhalle Aquafit, Oberkochen (Urheber: Schick GmbH, Architekten + Ingenieure, Karlsruhe)

Herausforderung gab es gleich zu Beginn des Projekts

Natalie Klöble stieß bereits während der Machbarkeitsstudie für dieses Bauvorhaben auf die erste größere Hürde: Das Trinkwasser der nahegelegenen Stadt Aalen kommt aus dem Grundwasser unter dem vorgesehenen Baugrundstück am Stadtrand von Oberkochen. Daher waren bei den Gründungen besondere Vorschriften zu beachten und das Gebäude musste von Anfang an weiter nach oben gesetzt werden als üblich. Während der Bauphase fallen außerdem regelmäßige Grundwasser-Kontrollen an. Natalie Klöble bezog diese Rahmenbedingungen in ihre umfassende Machbarkeitsstudie mit ein.

Schwimmbäder von Schick sind praktisch und schön

Schwimmbäder der Karlsruher Planer zeichnen sich durch kreative Raumkonzepte und durchdachte Planungen aus. „Unsere Schwimmbäder sind praktisch und schön. Beispielsweise fliesen wir nur im Sanitär- und Duschbereich, wo es notwendig ist. Die Wände sind in warmen Farben gehalten, denn die Badegäste sollen sich wohlfühlen“, beschreibt Norbert Kripaizew Teile des Büro-Konzepts.

Urheber: Schick GmbH, Architekten + Ingenieure, Karlsruhe

Im neuen Hallenbad in Oberkochen wird es ein 25-Meter-Schwimmbecken geben. Darüber soll eine moderne Aqua-Cross-Anlage hängen, die mittels Knopfdruck von der Decke heruntergelassen werden kann. So entstehen verschiedene Kletterparcours über dem Wasser, die von Kindern wie auch Erwachsenen genutzt werden können.

Für die kleinsten Besucher ist ein Planschbecken mit Spritztieren und ein Schiffchenkanal geplant. Eine Halbschalenrutsche komplettiert das Wasser-Angebot. Außerdem ist ein abtrennbares Nichtschwimmer-Becken geplant, bei dem die Außenfassade zu öffnen sein wird. Dadurch ist das Bad im Sommer auch über eine Liegewiese offen zugänglich.

Eine Sauna darf in einem modernen Freizeitbad natürlich auch nicht fehlen. Im neuen Hallenbad ist eine Wellness-Anlage in Form von zwei Saunen, einem Dampfbad und einem großzügigen Saunagarten mit Warm- und Tauchbecken geplant.

Eine Besonderheit in diesem Projekt ist die zusätzliche Sporthalle, die das Büro Schick ebenfalls baut. Die Schwimmbad-Spezialisten haben sich hier von einem Fachplaner für Sporthallen beraten lassen. Es wird eine moderne Drei-Feld-Halle mit Ausziehtribüne entstehen, die sich das Foyer und die Sanitäranlagen mit dem Schwimmbad teilt.

Margret Wesely

Ich habe Spaß an der Aufgabe, unsere SOFTTECH-Produkte öffentlichkeitswirksam ins rechte Licht zu rücken. Dazu gehört zielgruppenspezifisches Marketing, aber auch die entsprechende Pressearbeit. 

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