Von A bis Z – Wissenswertes aus der Baubranche

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active BIM

active BIM ist ein von SOFTTECH definierter Begriff. active BIM beschreibt die transparente, vollständige, einfache und schnelle Datenübergabe zwischen CAD (SPIRIT) und Alphanumerik (AVANTI, GRAVA) sowie Visualisierung (SketchUp), Rendering (SimLab) und Zeitmanagement (BIMtime) im Bauwesen. Die Übergabe von digitalen Modellen, die in Software verschiedener Hersteller erstellt wurden, wird derzeit meist über das externe Datenformat IFC umgesetzt. Externe Datenformate sind jedoch verlustbehaftet. Aus diesem Grund fokussiert sich SOFTTECH auf den Austausch zwischen CAD, AVA, Visualisierung und Rendering über Schnittstellen ohne externe Datenformate – sozusagen „per Knopfdruck“.

AIA (Auftraggeber-Informations-Anforderungen)

AIA, auch EIR (Employer Information Requirements) ist im Bauwesen die Abkürzung für „Auftraggeber-Informations-Anforderungen”. Innerhalb dieser Informationsübersicht muss ein Auftraggeber genau festlegen, welche Daten er wann benötigt. Dazu gehört beispielsweise die Information, zu welchem Zeitpunkt, in welcher Detailtiefe und in welchem Format Daten abgeliefert werden müssen.

Die Einhaltung des AIA ermöglicht es dem Auftraggeber, auf Grundlage der überlieferten Daten rechtzeitig für die Planer notwendige Entscheidungen zu fällen. Die Erstellung und Umsetzung der AIA ist im BIM-Leistungsniveau 1 des BMVI-Stufenplans als Anforderung aufgeführt. Siehe auch Stufenplan Digitales Planen und Bauen.

Einen Beitrag über AIA im Hinblick auf die Konflikte zwischen Planern und Auftraggebern, die HOAI und die rechtliche Situation finden Sie unter blog.softtech.de/bim-aia.

Architekt

Ein Architekt ist ein bedeutender Beteiligter bei der Bauplanung. Er befasst sich mit der technischen, wirtschaftlichen, funktionalen und gestalterischen Planung, der Errichtung und den Änderungen von und an Bauwerken, wie beispielsweise Gebäude des Hochbaus. Architekten sind dabei insbesondere für die Gestaltung des Bauwerks, die Ausarbeitung von Bauplänen sowie gelegentlich auch für die Kostenplanung zuständig. Die Ausführungen der Pläne werden vom Architekten eingeleitet und überwacht. Durch die zunehmende Verbreitung von BIM findet die Arbeit vermehrt digital statt. Die Aufgaben und Anforderungen an Architekten werden umfangreicher.

ARGE Baurecht

ARGE Baurecht steht für „Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht”. Der Berufsverband ist die größe Vereinigung von baurechtlich spezialisierten Rechtsanwälten in Deutschland und Europa. Das Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist die Förderungen der berufspolitischen und wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder.

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Bauherr

Der Bauherr ist der Nutzer oder Eigentümer eines Bauwerks. Er ist verantwortlich für die Vergütung der erbrachten Bauleistungen eines Bauprojektes.

Bauleitung

Die Bauleitung ist für die Überwachung der beauftragten Bauleistung hinsichtlich der Einhaltung von Qualitäten, Terminen und Kosten im Zuge der Bauwerkserstellung verantwortlich. Oft übernimmt die Bauleitung auch die Rechnungsprüfung im Zuge der Abrechnung.

Bauteileditor

Ein Bauteileditor ermöglicht es Planern von Gebäuden, Bauteile unter bestimmten Gesichtspunkten zu verändern und zu untersuchen. Der ST bauteilEditor von SOFTTECH integeriert sich in SPIRIT, der CAD-Software des Herstellers, und SketchUp.

Bauteile, wie Türen und Fenster, können somit parametrisiert erstellt werden. Durch die Erweiterung BauteilEditor können beispielsweise eigene Türdaten erstellt, über den Schnellzugriff der Datenbank eingebettet oder direkt im Modell angepasst werden.

BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung)

Das BBSR ist eine Ressortforschungseinrichtung, welche dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstellt ist. Das Bundesinstitut ist dafür zuständig, die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien-, und Bauwesens zu beraten. 2013 veröffentlichte das BBSR den "BIM-Leitfaden für Deutschland" und zielt dabei unter anderem auf die zunehmende Etablierung und Umsetzung von BIM im Bauwesen.

Big BIM

Anders als bei Little BIM bezeichnet Big BIM die BIM-basierte Zusammenarbeit über ein einzelnes Planungsbüro hinaus. Wird ein Bauprojekt von externen Planern oder mehreren Büros umgesetzt, müssen zuverlässige Schnittstellen für Kompatibilität sorgen.

Bei Big BIM werden oft unterschiedliche Programme eingesetzt, die Modelle und Daten werden dann beispielsweise über das Dateiformat IFC, BCF oder gbXML übertragen.

BIM (Building Information Modeling)

BIM wird von unterschiedlichen Zusammenschlüssen verschieden definiert. Im Allgemeinen handelt es sich bei BIM um ein Planungs- und Steuerungskonzept, durch das der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes digital abgewickelt wird. Allen Definitionen gemeinsam ist, neben der Digitalisierung des Planungsprozesses, die Wichtigkeit der teamorientierten Planung.

Der vernetzte Austausch von Gebäudedaten soll dabei in technischer Hinsicht zunächst über ein offenes Dateiformat, nämlich IFC, stattfinden. Daten können so transparent und konsistent erfasst, ausgetauscht und verwaltet werden. Außerdem sollen Anforderungen an das fertigte Gebäude deutlich früher in die Planung einbezogen werden. Die mit der Umsetzung von BIM angestrebten Ziele sind vorrangig, Verzögerungen (insbesondere in Großprojekten) zu umgehen und Kostenüberschreitungen zu vermeiden.

In Deutschland wurden bisher Konventionen, Regeln oder Standards nicht klar definiert. In Ländern wie Österreich oder USA sind gewisse Vorgänge aber bereits staatlich reguliert. Abonnieren Sie unseren Newsletter und Blog, um die BIM-Methode in Ihrem Unternehmen effizient einzuführen. Individuelle Beratung erhalten Sie mit unserem BIM-Consulting.

BIM-Gesamtprozess-Landkarte

Die BIM-Gesamtprozess-Landkarte zeigt, welche Mitarbeiter wann welche Aufgaben im BIM-Prozess erledigen müssen. Die Zuständigkeiten in Bauprojekten sowie die Planungskultur haben sich durch die zunehmende Digitalisierung des Planungsprozesses und die wachsende Bedeutung der Umsetzung von BIM neu entwickelt. In diesem Zusammenhang sind auch die Aufgabenfelder der Informations-Manager, BIM-Manager und BIM-(Gesamt)Koordinatoren entstanden. Die BIM-Gesamtprozess-Landkarte beschreibt die Tätigkeiten der insgesamt sechs Interessengruppen in den zehn BIM-Phasen.

BIM-Strategie

Die BIM-Strategie definiert die Ziele, die mit der BIM-Methode umgesetzt werden sollen. Außerdem sind auch die BIM-Anforderungen ein Teil der BIM-Strategie. Die BIM-Anforderungen beinhalten unter anderem die Grundanforderungen an die Qualifikationen der Mitarbeiter und die verwendete Software. Hierzu zählt beispielsweise die Möglichkeit des Datenaustausches über die IFC-Schnittstelle, die Teamfähigkeit aller Projektbeteiligten sowie die Organisationsfähigkeit des Informations- und BIM-Managers und der (Gesamt)Koordinatoren. Diese BIM-Anforderungen gelten als Grundlage für den BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) und werden in den Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA) spezifiziert.

Die BIM-Strategie ist demnach ein gesamtheitliches Konzept, das in verschiedenen Dokumenten Verwendung findet. Bei der Entwicklung der BIM-Strategie ist auch auf die Realisierbarkeit zu achten, insbesondere im Hinblick auf die vorhandenen internen Prozesse und Qualifikationen der Projektbeteiligten. Zur Einführung der BIM-Methode fehlen oft Erfahrungen der Mitarbeiter sowie Referenzprojekte, daher empfiehlt es sich, zunächst nur einen Teil der BIM-Methode umzusetzen. Dies kann zum Beispiel bedeuten, dass die Anforderungen an das fertige Gebäude bereits in der ersten Planungsphase (BIM-Phase 0) statt im späteren Verlauf der Planung berücksichtigt werden.

BIM2FM-Strategie

Neben der BIM-Strategie wird bei Großprojekten eine gesonderte BIM2FM-Strategie erstellt. Die Abkürzung FM bezieht sich dabei auf Facility Management. Die BIM2FM-Strategie definiert und spezifiziert demnach die Anforderungen an die Gebäudenutzung. Da sowohl die BIM-Strategie als auch die BIM2FM-Strategie von allen Planungsbeteiligten fordert, dass die Anforderungen an das fertige Gebäude frühzeitig beachtet werden, ergänzen sich BIM-Strategie und BIM2FM-Strategie. Beide werden für die Planungsphase benötigt und stellen die Gebäudenutzung nach der Fertigstellung des Gebäudes sicher.

Die BIM2FM-Stategie wird von Facility Managern zur effizienten Nutzung des Gebäudes, nach der Fertigstellung des Gebäudes, benötigt. Für die Umsetzung der BIM2FM-Strategie ist es wichtig, dass alle Daten aus der CAD-Software reibungslos an die genutze CAFM-Software übertragen werden können. Dies ist beispielsweise bei SPIRIT und facility(24) der Fall. Die BIM2FM-Strategie kann unter anderem enthalten, durch welche Technologien oder Bauweisen das Gebäude langfristig nachhaltig genutzt werden kann.

BKI (Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern)

BKI ist die Abkürzung für Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern. Das BKI ist eine zentrale Service-Einrichtung für wirtschaftliches Planen und Bauen für über 100.000 Architekten in Deutschland. Stetig aktualisiert das BKI seine Baukostendatenbanken, welche mehrere tausend real abgerechnete Projekte zu Neubauten, Altbauten und Freianlagen umfassen.

Mit den statistischen Kostenkennwerten für alle Gebäudearten und Konstruktionsvarianten unterstützt das BKI bei der differenzierten und genauen Kostenberechnung nach DIN 276. Die Daten greifen auf verschiedene Bezugsgrößen wie Brutto-Rauminhalt, Brutto-Grundfläche, Nutzfläche und Grobelement zurück. Diese Werte ermöglichen dem Anwender, von der Kostenkennwertmethode zur Objektvergleichsmethode zu wechseln und Bauprojekte somit frühzeitig auf Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen. Das BKI bietet zudem aktuelle Fachinformationen für das energieeffiziente Planen und Bauen, Büromanagement, Gebäudemanagement und Projektmanagement.

BMVI

BMVI ist die Abkürzung für „Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur“. Das Ministerium ist eine der obersten Bundesbehörden in Deutschland. Die Aufgaben des BMVI umfassen die Regelung der Verkehrsinfrastrukur des Bundes sowie die Organisation der Verfügbarkeit moderner Breitbandnetze. In Bezug auf die Verkehrsinfrastruktur liegt die Zuständigkeit des BMVI auf Bundesfernstraßen, Eisenbahnnetzen, Wasserstraßen und Luftverkehrswegen. Für Baubeteiligte des Infrastrukturwesen ist insbesondere die Verabschiedung des „Stufenplans Digitales Planen und Bauen“ durch das BMVI relevant. Demnach „soll bis 2020 BIM als Standard für alle Verkehrsinfrastrukturprojekte in Deutschland gelten“. Genauere Informationen finden Sie im Glossar unter „Stufenplan Digitales Planen und Bauen“.

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Collada

COLLADA steht für COLLAborative Design Activity und soll vermehrt als Daten-Austauschformat zwischen unterschiedlichen 3D-Programmen eingeführt werden. Das offene Speicherformat basiert auf XML und kann neben Texturen und Modellen auch Einstellungen und Veränderungsschritte speichern und übertragen. CAD-Programme wie SPIRIT haben das Speicherformat bereits integriert.

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EFB (Einheitliches Formblatt)

EFB ist die Abkürzung für Einheitliches Formblatt. Dieses ist ein der Ausschreibung beizulegendes Formular. Solche Formulare werden entweder vom Ausschreibenden oder vom Bieter ausgefüllt und sind ein Bestandteil des Vergabehandbuches des Bundes.

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FGSV

FGSV ist die Abkürzung für Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen. Der FGSV ist ein gemeinnütziger technisch-wissenschaftlicher Verein, der 1924 ins Leben gerufen wurde und heute ca. 2.500 Mitglieder hat.

Die Arbeit des Vereins gründet auf der Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft und hat die Weiterentwicklung der Erkentnisse im Straßen- und Verkehrswesen zum Ziel. Dieses Ziel soll durch Konzipierungen und die Koordination sowie die Betreuung und Auswertung von Forschungsprogrammen erreicht werden. Der gleichnamige Verlag veröffentlicht dann unter anderem die technischen Regelwerke der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, den Standardleistungskatalog für Straßen- und Brückenbau (STLK LB) sowie Regelwerke des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

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Jour fixe / Jour fix

Jour fixe, oft auch fälschlicherweise Jour fix geschrieben, ist ein Regeltermin einer kleinen Gruppe von Personen zur Besprechung im Team. Jour fixe werden im Projektmanagement als für alle Teilnehmer verpflichtende, regelmäßig stattfindende Termine festgelegt, so dass gruppeninterne Abstimmungen umgesetzt werden können. Zu diesen Abstimmungen gehören die Diskussion von Problemen, der Abgleich des Projektstatus sowie der Austausch von Wissensständen.

In der Baubranche muss die Zusammenarbeit oft in Echtzeit funktionieren und kann nicht auf bestimmte Abstimmungstermine verschoben werden. Mit Programmen wie beispielsweise dem Newforma Project Center oder SmartUse können Veränderungen an Plänen, neue Anfragen, Mängellisten oder sogar Audio-Dateien mit Planungspartnern ausgetauscht werden. Durch den Online-Vergleich von Änderungen aller Kollegen innerhalb von Softwarelösungen können Jour fixe seltener stattfinden und jeder Planungsbeteiligte verfügt trotzdem über den gleichen Projektstatus.

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KOMKO-Bauen

KOMKO steht für Kommunikation und Kooperation aller am Bau beteiligten und soll sich im Zuge von BIM etablieren. Durch den vereinfachten Zugriff aller Baubeteiligten auf relevante Daten erhöht sich die Kooperation aller Planer und der Projektsteuerung, so dass beispielsweise Fehler oder Unstimmigkeiten in früheren Planungsphasen erkannt und behoben werden können.

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Liegenschafts-Informations-Anforderungen (LIA)

Die Liegenschafts-Informations-Anforderungen (LIA) beinhalten Informationen über das Grundstück und das Gebäude. Der Bauherr bzw. das Projektmanagement erstellt während der Zielplanung (BIM-Phase 0) die LIA sowie die OIA (Organisations-Informations-Anforderungen). Diese Informationen werden für die Definition der BIM-Projektziele benötigt, da die BIM-Projektziele z. B. auch von den Bedingungen am Standort abhängen (Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit, Umgebung etc.).

LV / Leistungsverzeichnis

Leistungsverzeichnisse werden im Bauwesen zur Ausschreibung von Bauleistungen genutzt. Durch die Verwendung von AVA-Programmen, wie beispielsweise AVANTI, werden Leistungsverzeichnisse dabei übersichtlich gestaltet.

LVs sind tabellarisch aufgebaut und weisen folgende Daten auf: die Positions-Nummer, Mengenangaben und -einheiten, beschreibende Texte, welche meist aus einem Langtext und einem Kurztext bestehen, die Einheitspreise (EP) und die Gesamtpreise (GP). Leistungsverzeichnisse werden im Bauwesen überwiegend elektronisch ausgetauscht. Dafür stellt der GAEB ein entsprechendes Datenaustauschverfahren für Deutschland und die ÖNORM ein entsprechendes Datenaustauschverfahren für Österreich zur Verfügung.

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NAS

NAS ist die Abkürzung für Normbasierte Austauschschnittstelle und dient dem Austauschen von Geoinformationen. Solche NAS-Dateien werden unter anderem für Katasterauszüge benötigt. Spezielle Programme wie beispielsweise der Moskito NASreader konvertieren sowohl Strukturen als auch grafische Ausprägungen aus diesen Dateien in Formate, welche auch von CAD-Programmen wie SPIRIT gelesen werden können.

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Organisations-Informations-Anforderungen (OIA)

Die Organisations-Informations-Anforderungen (OIA) beinhalten, welche Informationen an der Bauplanung beteiligte Organisationen beziehungsweise Unternehmen benötigen. Der Bauherr beziehungsweise das Projektmanagement erstellt während der Zielplanung (BIM-Phase 0) die OIA (Organisations-Informations-Anforderungen) und LIA (Liegenschafts-Informations-Anforderungen). Die Inhalte beider Dokumente ergeben die BIM-Projektziele, die zur erfolgreichen Abwicklung jedes BIM-Projektes notwendig sind.

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PDF (Portable Document Format)

PDF ist die Abkürzung für Portable Document Format und ist ein transportables Dokumentenformat. Das plattformunabhängige Dateiformat wurde von Adobe Systems entwickelt und 1993 veröffentlicht.

Plattformunabhängigkeit bedeutet, dass das Dateiformat unabhängig vom ursprünglichen Anwendungsprogramm, dem Betriebssystem oder der Hardwareplattform des Rechners, auf dem die Datei erstellt wurde, wiedergegeben werden kann. PDF ist ein standardisiertes und gängiges Format zum Informationsaustausch und wurde von ISO genormt.

PIM (Produktinformationsmanagement)

PIM ist die Abkürzung für Produktinformationsmanagement, oder auch Product Information Management. Darunter wird die zentrale, medienneutrale Bereitstellung von Produktinformationen verstanden, welche dann in unterschiedlichen Vertriebskanälen, Standorten und für die unterschiedlichsten Ausgabemedien genutzt werden können. Hierzu werden Programme genutzt, welche die Informationen bündeln und somit von verschiedenen Kanälen und Mitarbeitern ohne großen Ressourcenaufwand genutzt werden können.

PIM steht zudem für Projektinformationsmanagement.

PIM (Projektinformationsmanagement)

Im Sinne der DIN 69901 wird unter PIM neben Produktinformationsmanagement auch Projektinformationsmanagement verstanden. Dieses gliedert sich in zwei Aufgabenstränge: die logischen Aufgaben und die Dokumentation der Informationen und Vorgänge.

Die logischen Aufgaben innerhalb von PIM befassen sich mit der korrekten Informationsweitergabe an die relevanten Personen zum passenden Zeitpunkt. Diese Informationen müssen in der passenden Qualität und einem ausreichenden, aber nicht zu großen Umfang weitergeleitet werden. Die DIN 69901 definiert Projektinformationsmanagement wie folgt: "Erfassung, Weiterleitung, Be- und Verarbeitung, Auswertung und Speicherung der Projektinformationen". Projektinformationsmanagement wird oft auch als Kommunikationsmanagement bezeichnet.

Zur Unterstützung des Projektleiters sowie aller Teammitglieder wird PIM-Software eingesetzt. PIM-Software wie das Newforma Project Center verbindet Projektbeteiligte wie Architekten, Ingenieure, Bauherren und weitere am Bau Beteiligte. Insbesondere wird die Koordination von Projektinformationen beschleunigt, indem E-Mails an alle relevanten Personen verteilt werden. Auch das Auffinden von Informationen wird durch Newforma deutlich vereinfacht, denn PIM-Software ermöglicht es, alle E-Mails, inklusive der Inhalte und der verlinkten Dateien mit einem Klick zu durchsuchen.

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Schlussrechnung

Eine Schlussrechnung muss den gesamten Leistungsumfang ausweisen, sowie den Wert der restlichen Leistungen, den Anteil der Umsatzsteuer und den Bruttobetrag. Die Schlussrechnung wird erst geschrieben, wenn die Fertigstellung beziehungsweise die Abnahme der vereinbarten Leistung vorausgegangen ist. Gegebenenfalls können Einbehalte als Sicherheitsleistung nach VOB erfolgen. Diese stellen sicher, dass nachträgliche Korrekturen, Mängel oder Leistungen aus Nachträgen durch den Auftragnehmer realisiert werden. Schlussrechnungen können, genauso wie Abschlagsrechnungen, in AVA-Programmen schnell und einfach umgesetzt werden.

Stufenplan "Digitales Planen und Bauen" des BMVI

In der Baubranche wird BIM immer wieder thematisiert. Insbesondere die Verabschiedung des „Stufenplans Digitales Planen und Bauen“ durch das BMVI soll die Umsetzung von BIM vorantreiben. Mit diesem Plan fordert das BMVI „die Einführung von modernen, IT-gestützten Prozessen sowie Technologien zur Planung, für den Bau und das Betreiben von Bauwerken.“ Die Umsetzung gliedert sich in drei BIM-Phasen.

Die Vorbereitungs-BIM-Phase erstreckt sich von 2015 bis 2017, die erweiterte Pilot-Phase (Niveau 1) von 2017 bis 2020, ab 2020 gilt das BIM-Niveau 1 für neu zu planende Projekte als verpflichtend. Zunächst gilt der Stufenplan als Modell für den Infrastrukturbau und infrastrukturbezogenen Hochbau. Inhaltlich soll mit dem Stufenplan „BIM umgesetzt werden“. Grund hierfür ist, dass laut der Reformkommision durch BIM Probleme wie die Verzögerung bei Großprojekten oder Kostenüberschreitungen umgangen werden können. BIM wird nach BMVI wie folgt definiert: „Building Information Modeling bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden.“

Im Stufenplan selbst werden vertragliche Reglungen definiert, die enge Zusammenarbeit der Baubeteiligten erklärt und die teamorientierte Planung im technischen Sinne aufgezeigt. Detaillierte Ausführungen finden Sie hier: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/DG/stufenplan-digitales-bauen.pdf?__blob=publicationFile

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VHB (Vergabe- und Vertragshandbuch für die Baumaßnahmen des Bundes)

Das Vergabe- und Vertragshandbuch für die Baumaßnahmen des Bundes setzt die Teile A und B des VOB um. Damit schafft das VHB die Voraussetzungen dafür, dass Vergabeverfahren weitestgehend einheitlich und rechtssicher umgesetzt werden.

Die Formblätter und Richtlinien werden regelmäßig aktualisiert, so dass die wichtigsten Bestimmungen zur Vergabe von Bauaufträgen und Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen den aktuellen Voraussetzungen am Markt gerecht werden. Dies bedeutet für Auftraggeber von Vergaben für Bauaufträge jedoch auch, dass sie diese Änderungen im Prozess integrieren müssen. AVA-Software, wie beispielsweise AVANTI, kann dank regelmäßig veröffentlicher Updates bei der Einhaltung dieser rechtlichen Bestimmungen unterstützen und spart Auftraggebern Zeit für die Anpassung der Vergabetexte an die rechtlichen Grundlagen.

VOB/B (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen)

VOB ist die Abkürzung für Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen. Im Teil B dieser Verwaltungsvorschrift des Bundes werden die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen festgehalten. Darin enthalten sind beispielsweise in § 1 VOB/B die Art und der Umfang der Leistung, in § 2 der VOB/B wird die Vergütung rechtlich erläutert. Des weiteren werden beispielsweise Ausführungsfristen, Haftungen der Vertragspartner, Abnahmen, Mängelansprüche, Abrechnungen und Sicherheitsleistungen in der VOB/B behandelt.

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3D

3D ist die Abkürzung für dreidimensional und ein Synonym für die räumliche Darstellung von Körpern. Ein Modell, beispielsweise eines Gebäudes, aber auch anderer Objekte wie Einrichtungsgegenstände, Autos oder Menschen, werden meistens in den Dimensionen Länge, Breite und Höhe dargestellt. Ein 3D-Objekt besteht somit aus Vektoren, jeder Punkt des Objektes hat eine Position im Koordinatensystem des genutzten dreidimensionalen Raums.

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