Architekturbüro Dienes:
Denkmalschutzpreis für Fachwerkhaus-Instandsetzung

Bauen im Bestand - Rationell sanieren mit SPIRIT & AVANTI

Wer ein Fachwerkhaus kauft, um es zu sanieren, braucht Mut und langen Atem - erst recht, wenn es sich um ein denkmalgeschütztes Objekt handelt. Das Ehepaar Töreki aus Herten-Westerholt hatte beides - und einen guten Planer, der sich sowohl mit alter Bausubstanz als auch mit moderner Planungssoftware auskennt.

CAD und AVA unterstützen im Architekturbüro Dienes die fachgerechte Sanierungs- und Modernisierungsplanung

3D-Visualisierung Projekt Lahntal-Goßfelden

Mit dem Kauf dieses denkmalgeschützten Fachwerkhauses aus dem frühen 19. Jahrhundert bewiesen die Bauherren Mut zum Risiko

Nicht zuletzt durch die eigene praktische Mithilfe der Bauherrschaft wuchs die Identifikation mit dem neuen Haus

Zur umfangreichen Bestandserfassung gehören eine ausführliche Fotodokumentation, …

… ebenso wie eine genaue Kartierung von Schäden

Aus dem auf der Basis tachymetrischer Punktdaten entwickelten 3D-Modell der Fachwerkkonstruktion …

… wurden die 2D-Pläne generiert

Eine Vielzahl von Grundrissen, Ansichten, Schnitten …

… sowie Detailplänen bildeten die Grundlage für eine fachgerechte Sanierung

Historische Holzverbindungen …

… und die weitgehende Verwendung traditioneller Baustoffe wie Lehm und Kalk sind bei einem denkmalgeschützten Objekt selbstverständlich

Architekt Dienes hat sich auf die Sanierung und Modernisierung denkmalpflegerisch bedeutsamer Bausubstanz spezialisiert


 

Bauen ist Abenteuer – erst recht das Sanieren eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses aus dem frühen 19. Jahrhundert: man weiß nie, was einen erwartet... Auch für den Planer ist die Sanierung von historischem Gebäudebestand eine Herausforderung. Der zusätzliche Aufwand für Recherchen, das Aufmaß, die Erfassung von Bauschäden, das Eingehen auf neue Baustellenbedingungen und nicht zuletzt die Unwägbarkeit der Kostenentwicklung erfordern – neben viel Erfahrung und denkmalpflegerischem Spezialwissen – auch zeitgemäße Planungswerkzeuge.

Für den Architekten Traugott S. Dienes aus Hattingen bot in Anbetracht des planerischen Mehraufwands der Einsatz von SPIRIT und AVANTI eine deutliche  Arbeitserleichterung: "Der Herausforderung beim Bauen im Bestand begegne ich mit meinem langjährigen Know-how und meiner Erfahrung. Den planerischen Mehraufwand vereinfachen meine leistungsfähigen Werkzeuge SPIRIT und AVANTI."

Ideales Werkzeug für's Planen im Bestand

Seit 20 Jahren schon nutzt Architekt Dienes SPIRIT als universelles Planungswerkzeug: "Damit lässt sich das gesamte Gebäude verformungsgetreu dreidimensional konstruieren, visualisieren, berechnen und die unterschiedliche Qualität der einzelnen Bauteile farbig darstellen. Parallel kann ich – basierend auf diesen Bestandsdaten – zusammen mit dem Bauherrn an der Sanierungs- und Umbauplanung feilen." Auch die Kooperation mit Fachingenieuren und Handwerkern, die bei einem Baudenkmal notwendigerweise sehr eng sein muss, wird einfacher.

Da jedes geometrische Bauteil auch alphanumerisch beschrieben ist, konnten für die Leistungsbeschreibung und Kostenermittlung beim aktuellen Projekt auch alle Mengen und Preise ausgewertet werden. Für die Ausschreibung von Bauleistungen setzt Architekt Dienes seit ebenfalls über 20 Jahren AVANTI ein. Bei der Planung wurden alle Mengen und Kosten direkt aus SPIRIT übernommen und an AVANTI übergeben. So profitiert der Planer auch beim Bauen im Bestand von den Vorteilen einer durchgängigen Softwarelösung.

Vom Laseraufmaß zum 3D-Modell

Eine präzise Bestandsaufnahme ist die Grundlage jeder Planung, schließlich möchte der Architekt während der Bauphase keine bösen Überraschungen erleben. Sorgfalt bei der Bestandsaufnahme und das Einfühlen in die Besonderheiten eines Objekts sind Architekt Dienes deshalb besonders wichtig. Weil so ein zweihundertjähriges Fachwerkhaus im Laufe der Jahrhunderte krumm und schief wird, mussten neben der Objektgeometrie auch sämtliche Verformungen aufgenommen werden. Auf Basis der mit einem Tachymeter aufgemessenen Eckpunkte aller wichtigen Konstruktionselemente wie Holzbalken, Ständer und Schwellen entstand in SPIRIT ein exaktes, dreidimensionales Abbild der gesamten Holzkonstruktion.

Bauphysikalisch und baubiologisch idealer Wandaufbau

Da zu seinem Leistungsspektrum auch die Thermische Bauphysik gehört, hat Architekt Dienes auch die Wärmeschutzplanung übernommen: "Das bot sich schon deshalb an, weil optimaler Wärmeschutz ohnehin eng mit der Entwurfsarbeit verknüpft ist." Die im SPIRIT integrierte alphanumerische Auswertung der Außenwände, Gebäudehüllflächen, Grundriss- und Fensterflächen hat auch die Wärmeschutzplanung erheblich vereinfacht. Durch geschickte bauliche Maßnahmen und eine sorgfältige Sanierungs- und Umbauplanung, konnte das Fachwerkhaus mit seiner ursprünglich dünnen Lehmausfachung annähernd zu einem Niedrigenergiehaus mit einem Primärenergiebedarf von 63,4 kWh/(m2a) umgewandelt werden.

Ausgezeichneter Denkmalschutz

Fachgerecht ausgeführt wurde das Bauvorhaben in großen Teilen des Roh- und Ausbaus durch ein in der Denkmalpflege erfahrenes Holz- und Lehmbauunternehmen. Historische Holzverbindungen wie Überblattungen, Anschuhungen, Verdübelungen, Verkeilungen und so weiter konnten so fachgerecht ausgeführt werden. Die Leistung und das Engagement aller Beteiligten wurden 2009 mit der Verleihung des Westfälisch-Lippischen Preises für Denkmalpflege belohnt. Im Begleitschreiben wird auf die bauhistorische Bedeutung des so genannten Ackerbürgerhauses mit dem höchsten Anteil an überkommener Originalsubstanz im Ort hingewiesen.

Architekturbüro Dienes

Das 1989 gegründete Architekturbüro Dienes aus dem nordrheinwestfälischen Hattingen verfügt über eine langjährige Erfahrung im Entwurf, der Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe, Objektüberwachung und Projektsteuerung, insbesondere von denkmalpflegerisch bedeutsamer Bausubstanz. Seit über 20 Jahren setzt er dabei auf das CAD-Programm SPIRIT und die AVA-Software AVANTI.

 


UPDATE: 05.08.2010
Design trifft Kalkulation